16. November 2011 Salvatore Minten

Gunhild Böth zu Gast beim Kreisverband Viersen

Gunhild Böth links und Mitglieder des Vorstands der Partei DIE LINKE. Viersen.

 

Gut besucht war die Veranstaltung mit der Landtagsvizepräsidentin

Gunhild Böth im Forum des Kreishauses Viersen am Donnerstag vergangener Woche. „Schulkonsens und Schul-NONENS“ war das Thema, dem sich die Besucher, darunter Lehrer und Schulleiter sowie Eltern stellten. Hauptthema war dann am Abend auch die Tatsache, daß durch die neue Gesetzgebung der rot- grünen Landesregierung der Elternwille zur Schulauswahl in Zukunft kaum noch berücksichtigt werden muß, also willkürlich je nach sozialer Herkunft der Kinder ein Schul-Klassensystem dokumentiert wird, das lediglich den bestehenden Machtstrukturen dienlich ist. 11 000 abgewiesene Kinder in NRW jährlich an der Gesamtschule sprechen für sich selbst.

Der gesetzlich garantierte Elternwille bei der Schulauswahl wird also weiterhin ausgehebelt, eine Gesamttagesbetreuung sabotiert. Elitäre Strukturen sollen weiterhin die Schulen dominieren. Eine gemeinsame Schule für alle Kinder mit den gleichen Chancen auf Bildung soll gezielt verhindert werden. Die Kommunen können jetzt selbst entscheiden, welche Schulformen sie zur Verfügung stellen und können auch die Schulformen beliebig wechseln. Das gesetzlich verankerte Recht der Volksschule als kostenlose Schulform wurde geopfert zugunsten von neuen Schulformen wie der Sekundarschule, eine weitere Verunsicherung von Schülern und Eltern auf dem Weg zu SONDERSCHULEN für Privilegierte. Selektion schon bei Kindern, mit der Absicht,die Gesellschaft weiterhin zu spalten und für die Zukunft soziale Konflikte vorzuprogrammieren.

Kein Wunder, daß die Diskussion nach dem Vortrag von Gunhild Böth so richtig in Fahrt kam. Erfahrungsberichte aus Schulen in Krefeld, Kempen, Niederkrüchten und St. Tönis flossen in die Runde ein, so daß der Abend für viele Beteiligte nicht nur eine wesentliche Wissensbereicherung war sondern darüberhinaus sehr nachdenklich gemacht hat über die Positionen des von Rot-Grün und der CDU ausgehandelten sogenannten SCHULKONSENS. Die Gesetzgebung und die erfolgte Verfassungsänderung NRW zum Schulgesetz ist eine Ohrfeige und Beleidigung aller verantwortungsbewußter Eltern.