Euro-Banken-Rettungsschirme. Nach den Demonstrationen in den großen Städten Deutschlands am vergangenen Wochenende ist das Thema schon eine Woche später auch auf dem Land angekommen. Dauerfrosterfahrene Genossinnen und Genossen bauten trotz der Kälte in dicker Winterkleidung ihre Installation zu diesem Thema auf der Fußgängerzone in Kaldenkirchen auf, verteilten Informationen, verbunden mit etwas Eigenwerbung für den Ortsverband Nettetal.
Die aufgestellten Texttafeln mit den wesentlichen Eckpunkten der Bankenkrise gab dann manchem Bürger die Möglichkeit, seine Unmut zum Ausdruck zu bringen und in interessante Diskussionen einzusteigen. Als Standort war bewußt die Stelle genau vor der Filiale der Deutschen Bank gewählt worden, schließlich geht es ja bei der Sache um Geld, um viel Geld. Im Dialog mit den Bürgern der Stadt Nettetal stellte sich schnell heraus, daß die Positionen bei dem Thema Banken-Rettung zwischen Passanten und uns hauchdünn zusammenliegen. Interessant waren die Äußerungen vieler Niederländer, die Samstags in Scharen in Kaldenkirchen verkehren. Sie ordneten ihre Unmut über die Verhältnisse in Europa direkt der "Frau Merkel" zu und gaben ihr die Schuld an dem Elend der europäischen Politik. Nebenbei wurden noch fast 500 Zeitungen verteilt, und auch weitere Informationsblätter ausgegeben.
So endete die Aktion am Samstagnachmittag mit der Erkenntnis, daß die Bürger sich immer stärker gegen die Geldpolitik einer elitäten Schicht zu wehren beginnen und unsere Positionen vom Bürger begrüßt werden.
Salvatore Minten

Umfangreiche Aufgaben warten auf den Ortsverband der Linken in Nettetal
bis zur nächsten Kommunalwahl. Um diese Aufgaben auf mehrere Schultern
zu verteilen, wurde nun der Partei-Vorstand erweitert. Gewählt wurden: als
Sprecherin Brigitte Minten-Rathner, der Sprecher Elmar Locher und die weite-
ren Mitglieder im Vorstand, Klaus Pesch und Salvatore Minten. Um im Vorstand
die Frauenquote umzusetzen, werden noch zwei weitere Frauen nachgewählt.
Zweite Gesamtschule
„Die Linke Nettetal fordert weiterhin die Einrichtung einer zweiten Gesamtschule,
auch wenn dies bisher vom Rat der Stadt abgelehnt wurde. Erneut liegen die An-
meldezahlen für die Gesamtschule in Nettetal deutlich über den möglichen 116
Plätzen. Diesmal auf Rekordniveau. Mehr als die Hälfte der Kinder (128) erhielten
eine Absage. Seit Jahre ignoriert der Stadtrat die Wünsche der Eltern nach einer
Schule für ALLE Kinder. Die Linke fordert die Zusammenlegung der Haupt- und
Realschule in Kaldenkirchen und den Ausbau zu einer zweiten Gesamtschule in
Nettetal. Einer Schule, die den Bedürfnissen aller Kinder bis zur 10. Klasse gerecht
wird. EINER Schule für ALLE“, so Vorstandsmitglied Klaus Pesch. Hinzu kommt
die Forderung von Gunhild Böth, Vizepräsidentin des Landtages in Düsseldorf „Glei-
cher Lohn für gleiche Arbeit“, für angestellte sowie beamtete Lehrkräfte, und dies
natürlich im Nettolohnbereich, also in der Lohngruppe E 14 für die angestellten
Lehrer, damit Lohnunterschiede von bis zu 600 Euro im Monat verhindert werden.
MINDESTLOHN statt BILLIGLOHN!
Elmar Locher setzt sich ein für die jungen Menschen und eine faire Chance für sie
in unserer Gesellschaft. „Verantwortlichkeit im Gemeinwesen oder Betrieb kann
sich nur entwickeln, wenn auch mit jungen Menschen verantwortlich umgegangen
wird. Trotz dem angeblichen Wirtschaftsaufschwung erfahren immer mehr Jugend-
liche auch im Kreis Viersen, dass sie nach der Ausbildung nicht weiterbeschäftigt
werden oder nur schlecht bezahlte Kurzzeitverträge bekommen.
Die Verwaltung der Arbeitslosigkeit drückt die Betroffenen mangels besserer Alterna-
tiven in die Leiharbeit mit Niedriglöhnen und auch im Kreisgebiet werden Stamm-
arbeitsplätze durch billige Leiharbeiter ersetzt. Dieser Lohndrückerei muss ein gesetz-
licher Riegel vorgeschoben werden, die Linke fordert deshalb einen flächendecken-
den Mindestlohn von 10 Euro, der ein Leben ohne öffentliche Lohnsubventionen
(Hartz 4-Aufstocker) ermöglicht und in den Betrieben durchgesetzt wird. Auch hier
gilt: GLEICHER Lohn für GLEICHE Arbeit“, so der Sprecher Elmar Locher.
Salvatore Minten möchte auch die großen Themen der Politik mit Forderungen bele-
ben: Ende des Afghanistan-Krieges, Ausstieg aus der Atomkraft, Abzug der 20 Atom-
bomben der USA in Büchel an der Mosel. Weiterhin ist ihm als Künstler wichtig,
dass Kunst sich lebendig fortentwickelt, gesellschaftliche Positionen und Visionen
thematisiert, sich mit dem Zeitgeschehen kritisch auseinandersetzt, also riskant,
experimentell, in der
Mitte der Gesellschaft wirksam werdend und nicht am Rande mit dem Ziel, einen
Beitrag für die Weiterentwicklung der Gesellschaft zu leisten, als öffentliches Ereignis,
gesamtgesellschaftlich finanziert.
Gleichzeitig werden von der Sprecherin Brigitte Minten-Rathner vielfältige soziale The-
men der Gesundheitspolitik vertreten, insbesonders die Gleichbehandlung der Patien-
en und die Einschränkung der Macht der Pharmakonzerne, wie dies im Programm „MEZIS“ gefordert wird.
Es gibt also mehr als genug zu tun für die Linke in Nettetal. Daher die Vergrößerung des Vorstandes. Am Meinungsbildungprozess der Linken kann übrigens jeder interessierte Bürger teilnehmen bei den Versammlungen, die jeweils angekündigt werden.Die Versammlungen sind öffentlich.